Historisches Porta Westfalica

Die Porta Westfalica ist der Taleinschnitt zwischen Weser- und Wiehengebirge, durch den die Weser in die Norddeutsche Tiefebene fließt. Vermutlich im Paläogen entstanden, hat diese Tallandschaft wegen ihrer zentralen Lage geschichtlich immer eine Rolle gespielt, z. B. während der Auseinandersetzungen zwischen Römern und Germanen und später den Franken unter Karl dem Großen und den Sachsen unter Herzog Wittekind. Zeugen aus der Vergangenheit, wie die alten Wallburgen, erinnern daran. Die erste kontinuierliche Besiedlung erfolgte mutmaßlich erst in der sächsischen Zeit. 1896 wird das Wahrzeichen der Stadt, das Kaiser-Wilhelm-Denkmal erbaut.

 

Der Name Porta Westfalica stammt aus dem 18. Jahrhundert, als die lateinische und französische Sprache bei den Adeligen in Mode war. Mit dem Namen Porta Westfalica („Westfälische Pforte") wollte man das Durchbruchtal der Weser zwischen Weser- und Wiehengebirge bezeichnen. Als Bezeichnung für die heutige Stadt wurde Porta Westfalica erst 1973 gewählt. Damit wurde ein Begriff, der sonst nur als Landschaft bekannt war, auf eine Stadt übertragen. Im Rahmen der Gebietsreform von 2. Oktober 1972 wurde am 1. Januar 1973 die Stadt Porta Westfalica mit dem Zusammenschluss von 15 Gemeinden gegründet und amtlich als solche benannt.