Goldkegel von Aerzen

Die Sage vom Lüningsberg

Kugel und Kegel aus purem Gold waren vor Zeiten das Spiel der Zwerge im Lüningsberg bei Aerzen. Lange Zeit hindurch trieben die Zwerge ihr Spiel, ohne dass ein Mensch sich traute nachzusehen oder sie zu stören.

 

Eines Tages nahm dann jedoch ein armer, aber furchtloser Webergeselle seinen Mut zusammen und entschloss sich, den Zwergen den kostbaren Schatz zu klauen, damit er heiraten kann. In einer lauen Sommernacht stieg er auf den Lüningsberg, trat in den Wald und sah die Zwerge beim Kegeln. Sie brauchten gar keinen Kegeljungen, der die Kegel wieder aufstellte, denn das machten die Kegel von selbst. Auch die Kugeln rollten allein zurück. Ein Kegel jedoch rollte genau vor die Füße des Webergesellen, der ängstlich zitternd im Gebüsch saß. Er nahm sich den Kegel und rannte so schnell er konnte davon.

 

 Als die Zwerge merkten, dass ihr Kegel verschwunden war, liefen sie dem Gesellen hinterher. Vor lauter Angst trat dieser neben den Baumstamm, der über dem Fluss lag, über den er gehen musste und fiel in den Fluss hinein. Da riefen die Zwerge: „Das war dein Glück! Im Wasser haben wir keine Macht! Hätten wir zu Lande dich erreicht, so hätten wir dir den Hals umgedreht!", und drehten wieder um. Der Webergeselle hielt die ganze Zeit an seinem Kegel fest und nahm ihn glücklich mit nach Haus. Von dem Erlös des Kegels kaufte er sich und seiner Anna dann ein Haus in der Pöhlenstraße und beide lebten glücklich miteinander.

 

Von den Zwergen im Lüningsberg hieß es aber bald darauf, dass sie aus dem Walde verschwunden seien, und dass ihr Kegelspiel aufgehört hatte - meistens zumindest.

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